06.06.2011

„365 Orte im Land der Ideen“ – Auszeichnung für Kooperationsprojekt im Bereich der Erdwärmegewinnung

Auch das Freizeitbad LA OLA gehört nun zu einem der 365 „Ausgewählten Orte“ im Land der Ideen. Die Betreiberin des Freizeitbades, die Stadtholding Landau in der Pfalz GmbH, die EnergieSüdwest AG und die Wintershall Holding GmbH wurden am 3. Juni 2011 für ein Projekt ausgezeichnet, das einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit von Deutschland leisten kann.

Die Initative „Deutschland – Land der Ideen“ richtet den Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff mit dem Kooperationspartner Deutsche Bank aus. Die Jury konnte durch ein bisher einmaliges Kooperationsprojekt im Bereich der Erdwärmegewinnung überzeugt werden. Eine stillgelegte Erdölförderstelle wurde umgerüstet und versorgt nun über eine Fernwärmeleitung das nahegelegene Freizeitbad LA OLA mit Wärme.

Die Idee zur Teilnahme am Wettbewerb hatte Bürgermeister Thomas Hirsch in seiner Funktion als Geschäftsführer der Stadtholding. Hirsch sieht diese Auszeichnung als weiteren Schritt auf dem Weg zu einem klimafreundlichen Freizeitvergnügen trotz tropischer Temperaturen in der Wasserwelt.

Beigeordneter Rudi Klemm, Umweltdezernent der Stadt Landau, würdigte bei der Preisverleihung im Freizeitbad LA OLA die Innovationsfreude, mit der Landau immer wieder seine Funktion als Zukunftsstandort unter Beweis stelle.

Die technische Umsetzung des Projektes wurde durch die Lantec gebäudetechnik management gmbH, einer Tochtergesellschaft der EnergieSüdwest AG, übernommen. „Die Energie kommt aus einer ehemaligen Erdöllagerstätte, die bis auf 1.100 Meter Tiefe abgedichtet wurde. Innerhalb eines geschlossenen Kreislaufes zirkulieren stündlich 22.000 Liter Wasser“, so Geschäftsführer Kurt Hechler über die beeindruckenden Zahlen. Die zur Erdwärmegewinnung genutzte Förderstelle „La44“ ist eine von 75 Bohrungen von Wintershall in der Region Landau. Da „La44“ gerade einmal 500 Meter vom Freizeitbad LA OLA entfernt liegt, waren dies ideale Voraussetzungen für die Umsetzung des Projektes.

Dr. Waßmuth, Vorstand der EnergieSüdwest AG, zeigte sich erfreut über die positive Umweltbilanz durch die Nutzung der geothermischen Energie: „Es werden bis zu einer Million Kilowattstunden umweltfreundliche Energie pro Jahr erzeugt. Hierdurch können rund 210 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart werden.“

Zusammen mit Christof Drost, Betriebsleiter des Freizeitbades, nahm Dr. Waßmuth stellvertretend für alle beteiligten Unternehmen den Preis von Lothar Schmidt, Deutsche Bank, entgegen. „Die Idee, Erdwärme aus stillgelegten Bohrlöchern zu gewinnen, ist ein herausragendes Beispiel für den Innovationsstandort Deutschland und steht gleichzeitig für einen zukunftsweisenden und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen“, so Lothar Schmidt in seiner Laudatio. Im Anschluss an die Feierstunde hatten interessierte Besucher die Gelegenheit bei Führungen durch das Haus die für die Erdwärmegewinnung notwendige Technik mit eigenen Augen zu erleben. Die Badbesucher konnten sich zudem einen Nachmittag lang über freien Eintritt in die große Wellnessoase der Pfalz freuen.